RETTET DAS UNIONSBRÄU
WER WIR SIND
WARUM ES DIE INITIATIVE GIBT
Seit fünfeinhalb Jahren steht das geschichtsträchtige Unionsbräu an der Einsteinstraße in München-Haidhausen leer und verfällt. Das Haus gehört der Stadt.
Wir, die Bürgerinitiative „Rettet das Unionsbräu“, sind Haidhauser Bürgerinnen und Bürger, die diesem Prozess nicht länger zuschauen wollen. Uns geht es nicht um ein Gegeneinander, sondern um einen offenen, konstruktiven Dialog mit der Verwaltung und der Stadt München – denn echte Beteiligung beginnt mit guter Kommunikation.
Mehr zu uns, findet ihr ↓hier.
„Ein Ort mit dieser Geschichte darf nicht verschwinden. Er verdient eine Zukunft, die seiner Vergangenheit gerecht wird.“ Freunde Haidhausens e.V., zur Unterstützung der Initiative
DAS HAUS
EIN EINZIGARTIGES DENKMAL
Der denkmalgeschützte Neorenaissancebau mit über 140 Jahren Geschichte, ist ein herausragendes Zeugnis Münchner Brauerei- und Stadtgeschichte.
Ab 1885
Gegründet wird das Unionsbräu im Jahr 1885 von dem Unternehmer Josef Schülein. Ende des 19. Jahrhunderts erhält das Gebäude seine bis heute erhaltene Gestalt im Stil der Neorenaissance. Schülein baut den Betrieb zu einer der größten Brauereien Münchens aus und gilt wegen seines sozialen Engagements im Viertel als „König von Haidhausen“. Die Unionsbrauerei fusioniert 1905 mit der Münchner-Kindl-Brauerei und 1921 schließlich mit der Löwenbräu AG. Josef Schüleins Sohn, Dr. Hermann Schülein, wird Vorstandsvorsitzender des neuen Unternehmens.o
1930er
In den 1930er Jahren gerät die jüdische Familie Schülein massiv unter den Druck der Nationalsozialisten, die antisemitische Hetze gegen das sogenannte „Judenbier“ betreiben. Die Familie wird aus der Führung gedrängt und Hermann Schülein emigriert 1936 in die USA. Dort ist er als Brauereiunternehmer weiter erfolgreich und unterstützt später den Wiederaufbau Münchens. Josef Schülein bleibt in Deutschland und stirbt 1938 auf Schloss Kaltenberg. Heute erinnern zwei Gedenktafeln am Gebäude an das Schicksal und die Verdienste der Familie Schülein.
1944–1960er Jahre
Im Zweiten Weltkrieg wird das riesige Areal durch alliierte Fliegerbomben fast vollständig zerstört. Nach dem Krieg nutzt Löwenbräu die erhaltenen Kellerstrukturen und wiederaufgebauten Hallen weiterhin als Werkstätten, Fuhrpark- und Lagerdepot. Im Zuge von Modernisierungen gibt Löwenbräu bis Anfang der 70er Jahre die Nutzung der Hallen und des Kellers schrittweise auf. 1967 eröffnete der Sänger Danny Marino in der ehemaligen Gaststätte der Unionsbrauerei den Kleinkunstclub „Danny’s Pan“.
1970er
Mit „Danny’s Pan“ und später dem „Song Parnass“ entwickelt sich der Braukeller zu einem wichtigen Sprungbrett für Liedermacher, Kabarettisten und Musiker. Dazu zählen u. a.:
- Biermösl Blosn: Die legendäre bayerische Musikantengruppe feiert hier 1976 ihren allerersten Live-Auftritt überhaupt.
- Fredl Fesl: Der berühmte bayerische Liedermacher und Kabarettist steht hier regelmäßig auf der Bühne.
- Dieter Hildebrandt: Auch das Gesicht der Münchner Lach- und Schießgesellschaft schaut immer wieder im Haidhauser Keller vorbei.
- Otto Waalkes: Selbst der ostfriesische Starkomiker tritt in seinen frühen Jahren im Haidhauser Keller auf.
Ab 1985
Mitte der 80er Jahre richtet man wieder eine traditionelle Gaststätte mit einer eigenen kleinen Hausbrauerei ein. Über zwei Jahrzehnte wird das Wirtshaus von der Münchner Gastronomie-Legende Ludwig „Wiggerl“ Hagn betrieben, bis dieser das Unionsbräu 2012 aus wirtschaftlichen Gründen aufgibt.
Heute
Nach der Wiedereröffnung 2015, führt ein Wasserschaden im Oktober 2020 in der ehemaligen Küche im Erdgeschoss zur Schließung der Gaststätte. Seitdem steht das Gebäude leer und verfällt.
➔ Mehr zur Geschichte des Hauses findet ihr bei Wikipedia.
➔ Mehr zu Josef und Ida Schülein im Blog des Jüdischen Museums München.
DIE AKTUELLE SITUATION
SO STEHT ES UM DAS UNIONSBRÄU HEUTE
Das denkmalgeschützte Gebäude des Unionsbräu befindet sich im Eigentum der Landeshauptstadt München. Verwaltet wird es von der städtischen Wohnungsgesellschaft Münchner Wohnen (entstanden aus der Fusion von GeWoFaG und GWG).
- Seit dem Wasserschaden 2020 verfällt das Gebäude zunehmend. Der Keller ist seit Jahren feuchtigkeitsgeschädigt und mittlerweile stark von Schimmel betroffen – auch die Mieter*innen der darüberliegenden Wohnungen sind davon betroffen.
- Eine seit Langem angekündigte Machbarkeitsstudie der Stadt ist weiterhin nicht abgeschlossen.
WAS WIR WOLLEN
DAS UNIONSBRÄU SOLL ALS KULTURZENTRUM WIEDER AUFLEBEN
Wir möchten die Tradition des Hauses fortsetzen und setzen uns für eine wirtschaftlich tragfähige Mischnutzung des Unionsbräu ein – nicht nur für eine reine Gastronomiefläche. Unsere Ziele sind:
- Wiedereröffnung der Gastronomie und der Hausbrauerei, die der vorletzte Unionsbräu-Wirt Wiggerl Hagn noch betrieben hat.
- Kulturelle Nutzung: Anknüpfung an die „Song Parnass“-Tradition als Ort für Musik, Kabarett und Kleinkunst.
- Räume und Perspektiven für Künstlerinnen und Künstler schaffen: die drei Säle im ersten Stock öffnen – für die vielen Musiker*innen und Künstler*innen, die mit dem Ende der Fat-Cat-Zwischennutzung im Gasteig in Haidhausen heimatlos werden.
- Räume für Vereine, Initiativen und den Bezirksausschuss zur Verfügung stellen, so wie es eine vertragliche Regelung schon lange vorsieht.
Das Unionsbräu in Haidhausen soll ein attraktiver Ort für Kunst, Kultur und Kulinarik werden, der das kulturelle und soziale Miteinander in München bereichert.
WAS BIS JETZT PASSIERT IST
AUFMERKSAMKEIT SCHAFFEN
Seit Mai 2026 sammeln wir Unterschriften, informieren Bürgerinnen und Bürger und richten unseren Appell an die Stadt.
Mai 2026
- Offizieller Start der Bürgerinitiative
- Launch des Instagram-Accounts
- Presse-Fototermin vor dem Unionsbräu mit u. a. Stadträten Roland Hefter (SPD) und Nihat Demir (CSU), musikalisch begleitet von Christoph „Stofferl“ Well
Juni 2026
- Pressekonferenz vor Ort – Berichterstattung u. a. durch Münchner Merkur, TZ, Abendzeitung, Süddeutsche Zeitung und Radio Lora; Teilnahme von Wiggerl Hagen und Christoph Well
- Antrag der SPD-Fraktion im Münchner Stadtrat zum Thema Unionsbräu, der fordert:
- Erstellung eines Sanierungs- und Nutzungskonzepts
- Wiedereröffnung der ehemaligen Gastronomie
- Kulturelle Nutzung der Räumlichkeiten
- Entwicklung eines tragfähigen Konzepts gemeinsam mit künftigen Betreibern und Betreiberinnen
Juli 2026
- Präsenz am Haidhauser Kultursonntag mit Infostand
- Schreiben des Oberbürgermeisters als Signal für den weiteren Dialog
- Aufruf-Plakate werden am Unionsbräu-Gebäude angebracht
August 2026
- Verteilaktion von fast 1.000 Flyern im Viertel (u. a. Weißenburger Straße, Rosenheimer Platz, Pariser Platz)
- Zugesagter Rückruf des Kommunalreferats bleibt nach 5 Wochen aus; erneutes Schreiben ans Büro des OB
- Weitere Verteilaktion trotz starken Regens
- Münchner Merkur greift das zweite Schreiben an das OB-Büro auf
September 2026
- Launch der Webseite
- Start der Online-Petition
- Weitere Verteilaktion unseres Aufrufs beim Abschiedsfest des FAT CAT im alten Gasteig
Oktober 2026
- Autakt-Stammtisch für alle Interessierten und Unterstützer*innen in der Boazn
Inzwischen tragen viele Menschen – nicht nur aus Haidhausen – unseren Aufruf mit und unser Vorhaben ist ein Thema in München geworden. Die Zukunft des Unionsbräu ist noch nicht entschieden – und genau deshalb geht es weiter.
PRESSESTIMMEN
DAS UNIONSBRÄU IST ÜBER HAIDHAUSEN HINAUS EIN THEMA
Hier findet ihr alle Presseartikel über das Unionsbräu und unsere Bürgerinitiative.
OVB Heimatzeitung vom 28.08.2026
Münchner Merkur vom 23.08.2026
TZ vom 23.08.2026
TZ vom 25.06.2026
AZ vom 11.06.2026 (Paywall)
SZ vom 10.06.2026
Haidhauser Nachrichten, Ausgabe 06/2026
BILDER
DAS UNIONSBRÄU, WIE ES WAR UND WAS WIR TUN
Hundert Jahre Wirtshaus, Bühne und Nachbarschaft – und die Menschen, die heute dafür sorgen, dass daraus keine Baulücke wird. Wenn ihr selbst Fotos vom Unionsbräu habt, schickt sie uns gerne per E‑Mail. Wir freuen uns über jedes einzelne.
TERMINE
UNSERE AKTIONEN UND VERANSTALTUNGEN
KOMMENDE VERANSTALTUNGEN
Bald gibt es hier wieder etwas über neue Veranstaltungen und Aktionen zu lesen.
VERGANGENE VERANSTALTUNGEN
1. Unionsbräu-Stammtisch | 15. Oktober | Boazn
Eine Initiative, die für ein Wirtshaus kämpft, sollte sich auch in einem treffen: Deshalb laden wir herzlich zu unserem ersten Stammtisch ein. Offen für alle Interessierten, denen der Erhalt des Unionsbräu, wie uns, am Herzen liegt.
Wir erzählen, wie es um das Haus steht und was sich in den letzten Monaten getan hat. Vor allem aber wollen wir hören, was ihr denkt: eure Fragen, eure Ideen, vielleicht eure eigenen Erinnerungen an das Unionsbräu und wie es weitergehen könnte.
Donnerstag, 15. Oktober 2026, ab 18 Uhr
Boazn München, Karl-Müller-Weg 2 (an der Isar, neben dem Müllerschen Volksbad)
Kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch.
KONTAKT
E-MAIL, INSTAGRAM UND WHATSAPP‑KANAL FÜR NEUIGKEITEN, TERMINE UND AKTIONEN
Bleibt immer auf dem Laufenden und unterstützt unsere Bürgerbewegung: Auf Instagram teilen wir aktuelle Fotos, Veranstaltungsankündigungen und Hintergründe zur Rettung des Unionsbräu. In unserem WhatsApp‑Kanal gibt es direkte Kurz‑Updates, letzte Infos vor unseren Aktionen und Veranstaltungen sowie Hinweise, wie Ihr euch aktiv einbringen könnt.
Teilt gerne unsere Beiträge, ladet Freundinnen und Freunde ein und benutzt unseren Hashtag #rettetdasunionsbräu, damit die Botschaft weit getragen wird.
PETITION
UNTERSCHREIBEN UND TEILEN
Je mehr Menschen unterschreiben, desto mehr Gewicht bekommt unser Anliegen. Ein Haus mit 140 Jahren Geschichte darf nicht still vor sich hin verfallen – es gehört der Stadt und damit uns allen.


EURE BÜRGERINITIATIVE
v. l. n. r.
Rupert Pfliegl („Rupfi“) – seit mehr als 50 Jahren Haidhauser – setzt er sich mit großem Engagement für ein gutes Miteinander im Stadtteil ein. Gemeinsam mit dem AKA organisiert er zudem den jährlichen Haidhauser Kultursonntag.
Hatun Tolun – seit mehr als 20 Jahren in Haidhausen zu Hause. Als Mutter und engagierte Bürgerin setzt sie sich mit Herzblut für ein lebendiges, familienfreundliches Viertel ein. Sie glaubt an direkten Austausch, pragmatische Lösungen und ein starkes Miteinander im Viertel – und daran, dass Heimat dort beginnt, wo Menschen Verantwortung für ihr unmittelbares Umfeld übernehmen.
Markus Wagner – direkte Bürgerbeteiligung ist für ihn ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen Demokratie. Seit 37 Jahren in Haidhausen zu Hause und seit 19 Jahren engagiert er sich bei den Haidhauser Nachrichten und begleitet die Entwicklungen im Viertel mit großer Verbundenheit.
Das Unionsbräu ist kein x-beliebiger Ort. Es ist ein Stück Münchner Geschichte – geprägt von der Familie Schülein, die hier einst ein lebendiges Zentrum für Braukultur, Begegnung und Gemeinschaft geschaffen hat. Genau deshalb kämpfen wir dafür, dass aus Leerstand wieder Zukunft wird.














